LotsenNews vom 30.01.2009
Vom 25. bis 26 Januar fand bereits zum 12. Mal das alljährliche Netzwerktreffen von Großgruppenmoderatoren in Oberursel statt. Selbstverständlich sind auch wir von Lotsenwerk wieder dabei gewesen. Unter dem Titel "Change und High Tech" erläuterte Holger Nauheimer den aktuellen Stand wie Veränderungsprozesse und Gruppenarbeit durch internetbasierte Werkzeuge unterstützt und begleitet werden können.
Erfolgreiche Projekte zur Arbeit mit sehr großen Gruppen (z.B. Beteiligung von über 300.000 Personen bei IBM), zur Entwicklung von Dienstleistung (z.B. BMW) bis zum Outsourcen ganzer Unternehmensbereiche (z.B. zur Suche nach Lösungen komplexer Probleme durch Crowdsourcing) sind eindrucksvolle Beispiele für deren erfolgreichen Einsatz.Kurz vor meiner Abreise kam der Rückschlag durch die Grippewelle. Als akute Virenschleuder konnte ich, Dr. Joachim Simen, mich unmöglich unter die anderen Teilnehmer mischen und musste daheim das Bett hüten. Glück im Unglück. Jetzt hatte ich die besondere Gelegenheit die Veranstaltung über unterschiedlichste Medien aktiv zu begleiten ohne selbst vor Ort zu sein.
Twitter, Video, Blogs etc. standen für aktive Mitarbeit und kontroverse Diskussionen zur Verfügung. Der kleine Unterschied war, dass die anderen Teilnehmer saßen vor Ort saßen und ich daheim am Notebook. Übrigens eine interessante Parallele zum gerade stattfindenden World Economic Forum in Davos.
Mein Fazit: Seit nun bald 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv damit, Menschen über webbasierte Anwendungen zu vernetzen und Zusammenarbeit zu unterstützen (z.B. in Communities wie "Marktplatz Mediation" oder über Blogs "Dialog macht Schule"). Es ist enorm welche Möglichkeiten sich heute für einen aktiven Dialog und für den Austausch von Wissen bieten. Selbst komplexe Organisations- und Veränderungsprozesse können trotz räumlicher Distanz sinnvoll und effektiv unterstützt werden.
Vor dem Einsatz aller Technologie steht jedoch die gemeinsame Abstimmung des Zieles. Nur wenn alle Beteiligten verstanden und akzeptiert haben, wohin die Reise gehen soll, können die passenden Techniken ausgewählt werden. Nicht die Technik darf das Ziel bestimmen sondern die beteiligten Menschen.